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Stellungnahme zum Budget 2026 der Stadt Buchs

19. November 2025 – Dunkle Wolken am Buchser Finanzhimmel In der Broschüre zur anstehenden Bürgerversammlung der Stadt Buchs sind düstere Zahlen abgebildet. Hohe Defizite und schwache Finanzkennzahlen geben Anlass zur Sorge. Es braucht Gegenmassnahmen.

Die Stadt Buchs plant in den kommenden Jahren sehr hohe Investitionen. Alleine zwischen 2027 und 2030 soll das Investitionsvolumen über CHF 150 Mio. betragen. Diese Investitionen wiederum tragen erheblich zu einer massiven Zunahme der Nettoverschuldung bei. Die prognostizierte Nettoschuld je Einwohner wird in den kommenden Jahren kontinuierlich anwachsen und sich im Jahr 2030 geschätzt bei knapp CHF 10‘500 bewegen. Eine Nettoschuld von über CHF 5‘000 je Einwohner gilt bereits als «sehr hoch». Nicht besser sieht es beim Selbstfinanzierungsgrad aus, der sich nach Einschätzung der Stadt in den Jahren 2027 bis 2030 durchschnittlich bei rund 1 Prozent bewegen wird. Nach Angaben des Kantons weisen Werte von unter 70 Prozent auf eine ausserordentlich grosse Neuverschuldung hin.

Eingeschränkter Spielraum

Das Budget der Stadt Buchs sieht für das kommende Jahr einen Aufwandüberschuss von CHF 2.7 Mio. vor. Der Vergleich mit dem Vorjahresbudget zeigt: Die Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben steigt. Die Ausgabenseite wächst stärker an als die Einnahmenseite. Der städtische Finanzplan sieht alleine zwischen 2027 und 2030 ein Defizit von insgesamt knapp CHF 15 Mio. vor. Dieses strukturelle Defizit wird nicht nur das Eigenkapital weiter reduzieren, sondern vor allem auch den finanziellen Spielraum der Stadt Buchs in Zukunft stark einschränken. In Anbetracht der insgesamt sehr trüben Prognose ist eine Verzichtsplanung bzw. eine Priorisierung der geplanten Investitionsprojekte unumgänglich.

Ausgaben hinterfragen

Kritisch zu beleuchten sind aber nicht nur die geplanten Investitionen. Zu hinterfragen ist vielmehr auch die Laufende Rechnung. Einer vertieften Beurteilung bedürfen jene Aufwandpositionen, die Jahr für Jahr anwachsen und den städtischen Finanzhaushalt immer mehr belasten. Das Wünschbare muss vom Nötigen getrennt werden – die Ausgaben sind auf das Wichtige zu beschränken, andernfalls werden Steuererhöhungen unumgänglich werden. Im Lichte dieser Prämisse ist es beispielsweise unverständlich, dass der ohnehin fragliche Beitrag an das Stadtmarketing im kommenden Jahr ein weiteres Mal erhöht werden soll. Zu hinterfragen sind aber auch die städtischen Kostenanteile zur Finanzierung der verschiedenen Zweckverbände, die teilweise ohne jegliche Erläuterung und ohne erkennbaren Mehrwert jährlich ansteigen und massgeblich zum Kostenwachstum beitragen.

Um die rasante Talfahrt zu bremsen, sind rasche und vor allem zielführende Reaktionen gefragt.

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